Sie möchten französische Unterlagen auf Deutsch verwenden? Bevor eine Übersetzung beginnt, lohnt sich ein Blick auf den Verwendungszweck, die vorhandenen Dateien und offene Fachfragen. Dieser Ratgeber zeigt, welche Informationen Auftraggeber zusammenstellen können, damit Anforderungen frühzeitig geklärt werden. Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung französischer Ausgangsdokumente für eine deutsche Fassung.
Verwendungszweck und Leser zuerst klären
Ein französischer Geschäftsbericht für die interne Information braucht möglicherweise eine andere Aufbereitung als eine technische Anleitung für deutsche Anwender. Beschreiben Sie deshalb, wer die Übersetzung lesen soll und wofür sie benötigt wird. Soll sie lediglich das Verständnis erleichtern, veröffentlicht oder in einem bestimmten Verfahren vorgelegt werden?
Klären Sie außerdem, ob das gesamte Dokument oder nur ausgewählte Abschnitte benötigt werden. Werden besondere formale Anforderungen gestellt, sollten Sie diese vor der Beauftragung beim Empfänger erfragen und dem Übersetzungsbüro mitteilen. So lassen sich Umfang und gewünschte Bearbeitung besprechen, ohne Anforderungen erst nach der Lieferung zu entdecken.
Die französischen Ausgangsdateien vorbereiten
Bearbeitbare Dateien, PDFs und Scans
Stellen Sie nach Möglichkeit die vorhandene bearbeitbare Ausgangsdatei bereit. Bei einem PDF ist hilfreich zu wissen, ob sich der Text auswählen lässt oder ob lediglich gescannte Seiten vorliegen. Gut lesbare Scans sollten alle Seitenränder, Tabellen, Fußnoten und handschriftlichen Ergänzungen zeigen.
Teilen Sie mit, in welchem Format Sie die deutsche Fassung benötigen. Eine Übersetzung in einem bearbeitbaren Dokument ist nicht automatisch mit einer druckfertigen Nachbildung des Originals gleichzusetzen. Besondere Layoutwünsche, Grafiken mit Text und Tabellen sollten deshalb vorab angesprochen werden.
Versionen, Anlagen und Vollständigkeit
Kennzeichnen Sie die maßgebliche Fassung und benennen Sie Dateien eindeutig. Prüfen Sie, ob Anlagen, Anhänge oder ergänzende Dokumente dazugehören. Wenn sich das Original noch ändert, vereinbaren Sie, wie Aktualisierungen übermittelt und gegenüber der bereits bearbeiteten Version gekennzeichnet werden.
Eine kurze Liste der zu übersetzenden Dateien verhindert Unklarheiten. Vermerken Sie darin auch, welche Passagen ausdrücklich nicht zum Auftrag gehören und ob bereits deutsche Teilübersetzungen vorhanden sind.
Fachbegriffe und Referenzen mitgeben
Französische Bezeichnungen können je nach Branche, Dokumentart und Zusammenhang unterschiedliche Bedeutungen haben. Ein einzelner Begriff lässt sich deshalb nicht immer ohne seinen Satz oder die zugehörige Passage sicher einordnen. Markieren Sie unklare Stellen und nennen Sie nach Möglichkeit einen fachlichen Ansprechpartner für Rückfragen.
Hilfreich sind vorhandene Glossare, freigegebene deutsche Produktbezeichnungen und vergleichbare Unterlagen Ihres Unternehmens. Teilen Sie mit, welche Benennungen verbindlich sind und welche lediglich als Orientierung dienen. Abkürzungen, interne Funktionsnamen und Produktvarianten sollten ebenfalls erklärt werden. Widersprechen sich Referenzdokumente, sollte die bevorzugte Terminologie ausdrücklich festgelegt werden.
Verträge und technische Unterlagen: Fragen vorab sammeln
Verträge und geschäftliche Vereinbarungen
Bei französischen Vertragsunterlagen sind vollständige Anlagen, Definitionen und Querverweise für das Verständnis wichtig. Geben Sie an, ob eine Arbeitsfassung für die interne Abstimmung oder eine Fassung für einen anderen benannten Zweck benötigt wird. Offene inhaltliche Fragen sollten als solche kenntlich bleiben, statt durch Vermutungen im deutschen Text verdeckt zu werden.
Eine sprachliche Übersetzung ersetzt keine rechtliche Prüfung. Falls Sie eine Bewertung der Vertragswirkungen benötigen, ist diese gesondert mit einer dafür qualifizierten Stelle zu klären.
Technische Dokumentationen
Bei Anleitungen und Spezifikationen helfen Produktbezeichnungen, Modellstände und vorhandene deutsche Fachunterlagen. Prüfen Sie, ob Bildbeschriftungen, Sicherheitshinweise, Einheiten und Verweise auf andere Kapitel zum Übersetzungsumfang gehören. Legen Sie fest, wie Rückfragen an die technische Fachabteilung gebündelt werden sollen.
Maschinelle Übersetzung nach Zweck und Risiko einordnen
Eine maschinelle Übersetzung kann beim ersten Verständnis eines französischen Textes unterstützen. Ob ihr Ergebnis für den vorgesehenen Einsatz ausreicht, hängt jedoch vom konkreten Dokument und den Anforderungen ab. Flüssig klingende deutsche Sätze allein zeigen noch nicht, ob Fachbegriffe, Zahlen, Verneinungen oder Bezüge zum Original korrekt wiedergegeben sind.
Wenn bereits eine maschinelle Fassung vorliegt, geben Sie diese zusammen mit dem französischen Original weiter und kennzeichnen Sie ihre Entstehung. Fragen Sie vorab, ob und in welchem Umfang eine Prüfung oder Überarbeitung angeboten werden kann. Eine solche Bearbeitung sollte nicht ohne Abstimmung vorausgesetzt werden. Prüfen Sie vor dem Hochladen vertraulicher Unterlagen außerdem, ob das gewählte Werkzeug für diese Daten freigegeben ist.
Mit einer kurzen Checkliste zur passenden Übersetzung
Stellen Sie vor der Anfrage folgende Angaben zusammen:
- Französische Originaldateien einschließlich der benötigten Anlagen.
- Verwendungszweck, Leserkreis und gewünschtes Ausgabeformat.
- Maßgebliche Version sowie ausgeschlossene Textteile.
- Verbindliche Fachbegriffe und passende Referenzunterlagen.
- Gewünschten Termin und Ansprechpartner für Rückfragen.
Sie haben Ihre Unterlagen zusammengestellt und möchten die Leistung anfragen? Auf unserer Seite für Französisch-Deutsch-Übersetzungen für Unternehmen finden Sie Informationen zum Angebot und zur Beauftragung. Eine Übersicht weiterer Fachgebiete und Sprachkombinationen bietet die zentrale Seite für Französisch-Übersetzer.
Häufige Fragen zur Vorbereitung
Reicht ein Scan meines französischen Dokuments aus?
Das lässt sich anhand der Datei beurteilen. Senden Sie möglichst vollständige, gut lesbare Seiten und nennen Sie das gewünschte Ausgabeformat. Ob eine Texterkennung oder zusätzliche Aufbereitung erforderlich ist, sollte vorab geklärt werden.
Was mache ich mit unklaren französischen Fachbegriffen?
Markieren Sie die betreffende Passage und geben Sie den fachlichen Zusammenhang an. Glossare, Produktinformationen und ein Ansprechpartner können helfen, die Bedeutung zu klären und eine passende deutsche Benennung festzulegen.
Kann ich eine vorhandene maschinelle Übersetzung mitschicken?
Ja, als entsprechend gekennzeichnete Zusatzunterlage zum französischen Original. Daraus folgt noch keine Zusage einer Überarbeitung. Der mögliche Prüfungsumfang und die geeignete Vorgehensweise sollten vor der Beauftragung besprochen werden.
Muss ich immer alle Anlagen übersetzen lassen?
Nicht zwangsläufig. Entscheidend ist, welche Unterlagen für den vereinbarten Zweck benötigt werden. Stellen Sie die zugehörigen Anlagen zur Einordnung bereit und kennzeichnen Sie eindeutig, welche Teile übersetzt werden sollen.